Selbstversorger Garten anlegen – Obst und Gemüse aus eigenem Anbau

Frisches Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten – Das ist ein Traum vieler Hobby-Gärtner und derer, die es noch werden wollen. Wer Obst und Gemüse im eigenen Garten ernten will, muss einiges beachten. Die Bodenqualität ist entscheidend, die Lage des Gartens spielt eine Rolle und auch die Pflanzliste will sorgfältig geplant sein.

Der folgende Artikel befasst sich mit der Planung eines kleinen Selbstversorger-Gartens.

Bevor der Selbstversorger-Garten angelegt wird, müssen sich die zukünftigen Gärtner überlegen, was sie von dem Garten eigentlich erwarten. Fragen die an dieser Stelle gestellt werden sollten, sind:

– Wie viel Fläche steht zur Verfügung? – Wie viel Zeit und Arbeit kann in das Anlegen des Gartens und dessen Pflege investiert werden? – Was soll angebaut werden? – Wie viel Personen sollen von den Erzeugnissen des Gartens leben? – Dient der Garten der kompletten Selbstversorgung oder soll der Speiseplan lediglich durch frische Nahrungsmittel aus dem eigenen Anbau ergänzt werden?

Neulinge sollten sich nicht zuviel vornehmen und sich erstmal auf eine gewisse Auswahl an Pflanzen beschränken. Läuft dies zu ihrer Zufriedenheit, kann die Bepflanzung nach und nach erweitert werden.

Damit die angebauten Pflanzen gut wachsen und gedeihen können, ist die Qualität des Bodens essentiell.Der Boden sollte weder zu lehmig, noch zu sandig sein. Ein hoher Sandanteil im Erdreich führt dazu, dass das Wasser zu schnell versickert. Zudem ist dieser Boden arm an Nährstoffen. In solch einem Fall kann durch das Auftragen von Kompost die Qualität des Erdreichs verbessert werden. So oder so empfiehlt sich das Anlegen eines Komposthaufens im Selbstversorger-Garten. Auch eine Regentonne darf nicht fehlen, damit die Pflanzen täglich mit Wasser versorgt werden können. Wer möchte, kann auch einen Brunnen graben. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt eine Bodenprobe analysieren. So wird deutlich, was der Boden braucht und es können die nötigen Schritte eingeleitet werden. Der Artikel „Pflanzenernährung“ geht genauer auf die wichtigen Nährstoffe, die im Boden enthalten sein sollten, ein. Die Arbeit, die die Verbesserung der Bodenqualität mit sich bringt, sollte nicht unterschätzt werden.

Neben der Beschaffenheit des Bodens, ist vor allem die Lage des Gartens entscheidend für den Ernteertrag. Ist der Garten nach Norden ausgerichtet oder beschatten Bäume oder umstehende Gebäude den Garten, wird die Ernte geringer ausfallen. In einem nach Süden ausgerichteten Garten wachsen die Pflanzen, aufgrund der Sonneneinstrahlung, deutlich besser. Doch hierbei muss auch je nach Pflanze entschieden werden, wo der optimale Standort ist. Manche Pflanzen bevorzugen direkte Sonneneinstrahlung, während es andere eher halbschattig mögen oder gar keine direkte Sonneneinstrahlung vertragen.

Wer Gemüsebeete anlegen will, sollte auch diese vorher im Detail planen. Die Pflanzen sollten dafür in verschiedene Kategorien eingeteilt werden. Pflanzen die viel Sonne brauchen, kommen an einen sonnigen Platz und Schatten liebende Arten werden in einen schattigen Abschnitt des Beetes gepflanzt. Pflanzen, die empfindlich auf Wind reagieren stehen geschützter und spätfrostgefährdete Gewächse brauchen bestimmte Schutzmaßnahmen, wie die Aufzucht im Gewächshaus. Fragen die an dieser Stelle essentiell sind:

– Wann friert es das letzte Mal im Frühling und wann das erste Mal im Herbst? – Welche Temperaturen sind am Tag und welche in der Nacht, abhängig von den Jahreszeiten, zu erwarten? – Wie viel Niederschlag fällt durchschnittlich im Jahr? – Gibt es voraussichtlich längere Trockenperioden?

Sind diese Fragen beantwortet, sollte die Pflanzliste auf ihre Umsetzbarkeit überprüft werden. Nicht alle Pflanzen werden zu den Gegebenheiten des Gartens passen. Dies bietet jedoch die Möglichkeit, neue Pflanzensorten auszuprobieren. Auf Gutefrage.net finden sich Anregungen verschiedener Nutzer, welche Gemüsepflanzen in deutschen Gärten besonders gut gedeihen. Viele Hobby-Gärtner schwören zudem auf die Zuhilfenahme eines Mondkalenders.

Obstbäume brauchen eine Weile, bis sie groß genug sind, um eine reiche Ernte abzuwerfen, dennoch lohnt es sich, den einen oder anderen Obstbaum anzupflanzen, denn spätestens nach ein paar Jahren, ist der Ertrag bei guter Pflege enorm. Die richtige Jahreszeit zum Einpflanzen von Obstbäumen ist der Herbst. So haben die kleinen Gewächse noch ausreichend Zeit, Wurzeln zu bilden und Wasser zu speichern, bevor der Bodenfrost beginnt. Ein gerader Stamm und kräftige Wurzeln sind Merkmale, auf die beim Baumkauf unbedingt geachtet werden sollte. Zudem sind ein ausgeprägter Mitteltrieb der Krone sowie mehrere Seitentriebe die sich um den Stamm verteilen, ein gutes Zeichen für die Gesundheit des Baumes. Der Baum sollte nach dem Kauf schnell seinen Weg in die Erde finden, sonst droht Austrocknungsgefahr.

So ein Baum mag erstmal klein erscheinen, braucht allerdings sehr viel Platz, wenn er heranwächst. Seine Krone kann irgendwann einen Durchmesser von zehn Metern aufweisen. Für kleinere Gärten können spezielle Baumsorten, die nur eine gewisse Größe erreichen, eine Lösung sein.

VonGabriel

Quelle : Deavita.com

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